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Derketo, die Verwandelte

Artikel-Nr.: derketo-farbr
169,00
 


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Außenmaß 34 x 59 cm

Holz-Rahmen in blau mit Passepartout

Bild auf Künstlerpapier in Fineart-Druck

Bitte beachten Sie, dass es produktionsbedingt Farbunterschied zur Ansicht auf dem Bildschirm geben kann.

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Derketo gebietet über das Was­ser und alle Flüs­sig­kei­ten. Sie ver­liebt sie sich eines Ta­ges in einen schö­nen Jüng­ling, der zu ihrem Heiligtum an einen Teich kommt. Ihre Liebesbeziehung hatte Folgen: Derketo wur­de schwanger und bekam eine Tochter, nach de­ren Geburt sie offenbar in eine schwere post­na­ta­le Dep­ression verfällt.

Wir können davon aus­ge­hen, dass der Mythos der Göttin die Alltags­realität vieler Frauen (auch schon damals) widers­piegelt: Aus einer Liebesbeziehung, die so romantisch be­gonnen hatte, wird eine unhaltbare Lebens­si­tua­tion, die nur mehr aus Mühen und Ver­pflichtungen besteht, aus Erwartungen, die einer jungen Frau und Mutter von der Gesellschaft auf­erlegt wer­den.

Derketo handelt mit einem rigo­ro­sen Befrei­ungs­schlag: Sie tötet den Kinds­va­ter und setzt das Kind in einem steinigen und öden Ort aus. Sie selbst stürzt sich in den Teich, wo sie sich in ein We­sen ver­wandelt, dessen un­te­re Hälf­te ein Fisch ist. Seither hat sie den Ober­kör­per einer mensch­li­chen Frau und den Unterkörper eines Fisches. Um das ausgesetzte Mädchen kümmerten sich Tauben, die heiligen Tiere der Aphrodite, von Hirtinnen wurde es schließlich zum kinderlosen Oberhirten gebracht, der es  aufzog. Aus der Tochter von Derketo wurde die sa­genumwobene Königin Semiramis.

Hätte es schon vorher unterstützende Kräfte ge­geben, die sich um die Tochter von Derketo und auch um ihr Wohlbefinden als junge Mutter ge­küm­mert hätten, wäre dieser gewaltige Aufschrei der Göttin wohl nicht notwendig gewesen. 
Ihre Ge­schichte – immerhin die der Hauptgöttin ihrer Kultur – zeigt offenbar, wozu verzweifelte Frauen im Stande sind und man kann sie auch als Mah­nung verstehen, Frauen nicht alleine mit ihren Ver­pflichtungen zu lassen.

 

Die Botschaft der Derketo:
  • Ich habe hat Verständnis für all jene Müt­ter, die – aus welchen Gründen auch immer – ihre Kinder nicht großziehen können. Meine Ge­schichte zeigt, dass meiner aus­ge­setzten Toch­ter Hilfe bereit­gestellt wurde, und dass aus dieser eine große Königin wurde.
  • Lerne dich, zu wandeln, befreie dich von Zu­ord­nungen und Pflichten, die nicht in dein Le­ben passen. Wenn es sein muss, wende dazu auch rigorose Mittel an.
  • Frauen! Unterstützt euch gegenseitig. Seid für­einander und für die Kinder der anderen da, wenn es einer zuviel wird, bildet Netzwerke – und lasst euch auch helfen, wenn ihr nicht mehr weiter könnt oder auch einfach, wenn ihr eine kleine Auszeit braucht, um wieder ganz bei euch anzukommen.
  • „Go with the flow“: Mach es mir gleich, bleibe im Fluss – mit deinen Gefühlen und Gedanken. Wenn das einmal nicht gelingen sollte, dann setze dich zu mir, lau­sche auf mei­ne Klänge, ba­de in mir oder in einer meiner Schwestern. Denn wir sind die ein­zi­gen Göttin­nen, die dich phy­sisch ganz um­fan­gen kön­nen, die du mit jedem Schluck in dir aufneh­men kannst.

 

 
 
 
 
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